Lesekreis „Marx für Fortgeschrittene“: Resultate des unmittelbaren Produktionsprozesses

Wir werden beim nächsten Treffen in die „Resulate des unmittelbaren Produktionsprozesses“ einsteigen (Text u.a. hier). Die „Resultate“, ursprünglich von Marx als Zusammenfassung vom Kapital Band 1 geplant aber nie veröffentlicht, fassen aus einem anderen Blickwinkel die bisherige Entwicklung im „Kapital“ zusammen. Man könnte es vielleicht so formulieren, dass Marx hier nochmal darstellt, was er im Band 1 zeigen wollte, was die Kernaussagen sind.

Wer Interesse hat, dazuzukommen — gern auch zu späteren Terminen — bitte einfach per Email melden (siehe „Kontakt“).

Lesekreis „Marx für Fortgeschrittene“ hat angefangen

Beim nächsten Treffen werden wir einen Auszug aus der „Deutschen Ideologie“ diskutieren, weitere Texte siehe Leseplan weiter unten.

Da der Lesekreis einzelne Texte und Bücher behandelt, kann, wer Interesse hat, problemlos dazukommen. Für Termine und aktuellen Textstand bitte per Email melden.

Veranstaltungstipps im Winter

Einige u.U. interessante Veranstaltungen in den kommenden Wochen:

14.11. 18:00 Uhr Input und Party für einen antiautoritären, internationalistischen Solifond und das „Internationalistische Zentrum“ in Dresden 

AZ Conni / Rudolf Leonhard Strasse 39

Perspektiven autonomer Klassen – und Öko-Sozialer-Kämpfe, u.a. mit VIO.ME, Freie Arbeiter*innen Union Dresden, Lausitzer Initiative gegen Biopiraterie, BUKO AG Gesellschaftliche Naturverhältnisse, „Initiative zur Schaffung eines internationalistischen Solidaritätsfonds“, Dresden Postkolonial und AusserKontrolle

Mehr Info: http://ausserkontrolle.blogsport.de/2015/11/08/127/

26.11. 19:00 Uhr Lesung und Diskussion „Kampf um Kobane“ mit Ismael Küpeli

Kurdisches Kulturzentrum / Oschatzer Straße 25

Der Kampf um Kobanê und Rojava ist eine zentrale Auseinandersetzung im Nahen und Mittleren Osten, in der alle relevanten Akteure auf die eine oder andere Weise involviert sind. Kobanê wird weiterhin die politischen Ereignisse in der Region prägen – sowohl den „Friedensprozess“ zwischen der Türkei und der PKK als auch den Bürgerkrieg in Syrien. Der Konflikt bietet Anlass, zentrale politische Auseinandersetzungen neu aufzugreifen – wie etwa die Frage nach Gewalt als Mittel der Politik und nach dem Entwurf einer neuen Gesellschaftsordnung.

Außerdem werden Internationalist*innen per Skype über ihre Arbeit in Rojava berichten.

Mehr Info: http://ausserkontrolle.blogsport.de/2015/11/08/lesung-und-diskussion-kampf-um-kobane/

WS 2015/2016 Vortragsreihe: Robinson und die Krise. Zur Kritik von Gesellschaft, Wissenschaft und Ökonomie

14. Januar 2016: Das Kapital als unbegriffenes soziales Verhältnis (Manfred Dahlmann)

5. Januar 2016: Ökonomische Krisis und gesellschaftlicher Autoritarismus. Von der Krisis des Liberalismus zur Krisis des Neoliberalismus (Gerhard Stapelfeldt)
16. Dezember 2015: Die Grenzen der Schrumpfung (Marco Bonavena & Johannes Hauer)
10. Dezember 2015: Zur Kritik der Neoklassik (Robert Fechner)
2. Dezember 2015: Historische Bedingungen, Funktionen und Grenzen keynesianischer Krisenverwaltung – oder: Warum ein ‘Zurück zu Keynes’ heute kein Ausweg aus der Krise sein kann. (Dr. Tino Heim)
26. November 2015:  Zum Verhältnnis von Gesellschaft und Ökonomie (Franz Heillgendorff und Marvin Gasser)

https://www.stura.tu-dresden.de/veranstaltungen_pob

Neuer Lesekreis ab Oktober 2015: Marxsche Kritik für Fortgeschrittene

Wir werden dieses Semester keinen Uni-Lesekreis machen, dafür einen Lesekreis zum vertiefenden Studium einiger u.E. höchst wichtigen Aspekte der Marxschen Schriften. Diese stellen eine wichtige Ergänzung vor allem zum Marxschen „Kapital“ dar, da hier viele Begriffe nochmal deutlich geklärt werden.

Auch wenn der Lesekreis, dem Inhalt entsprechend, daher „Marxsche Kritik für Fortgeschrittene“ heißt, sind auch Interessierte mit weniger Vorbildung natürlich willkommen.

1. Themenkomplex: Vertiefung der Marxschen Ökonomiekritik

Randglossen zu Adolph Wagner

In seiner polemischen Auseinandersetzung mit dem „Kathedersozialisten“ A. Wagner macht Marx noch einmal seine Auffassung von Wert, Kapital etc. deutlich.  Anhand Wagners Text kritisiert er dabei die
vulgärökonomische Herangehensweise an die kapitalistische Ökonomie, die an den Erscheinungsformen Preis und Konkurrenz hängen bleibt und so nur gefällige Tautologien bieten kann.

Resultate des unmittelbaren Produktionsprozesses

Eigentlich als Überleitung von Band 1 zu Band 2 des Kapital gedacht, fasst dieser Text die Entwicklung aus Band 1 noch einmal zusammen. Darin wird die Ware nicht als Ausgangsprodukt der Entwicklung,
sondern als Produkt des Kapitals gefasst.  Zitat Marx: „Es zeigt sich hier, wie selbst früheren Produktionsepochen angehörige ökonomische Kategorien auf Grundlage der kapitalistischen Produktionsweise einen spezifisch verschiedenen, historischen Charakter erhalten.“

Außerdem führt Marx in diesem kurzen Werk die Unterscheidung zwischen formeller und reeller Subsumption der Arbeit unters Kapital aus.  In der reellen Subsumption formt das Kapital den Produktionsprozess nach seinem Ebenbild, und damit auch die gesellschaftlichen Verhältnisse,
die jener produziert.  Dieser Begriff ist somit sehr wichtig für die Kritik der bürgerlich-kapitalistischen Totalität.

2. Themenkomplex: Marxsche Geschichtsauffassung / „Historischer Materialismus“/Staatskritik

Mit den beiden folgenden Texten:

Die deutsche Ideologie (Abschnitt I)

Inhalt des Textes ist die polemische Abfertigung der deutschen Philosophie, insbesondere des deutschen Idealismus.  Die „deutsche Ideologie“ gilt als Begründung der Marxschen Geschichtsauffassung, und ist berüchtigt für ihre „Arbeitsontologie“, ihr teleologisches Geschichtsbild, usw. usf.

Wir wollen prüfen, was es mit diesem Werk auf sich hat, welche Gedanken wir daraus für unsere Kritik übernehmen können und welche zu den Akten zu legen sind, und ob sein schlechter Ruf gerechtfertigt ist.

Thesen über Feuerbach

… und in Ergänzung dazu Engels‘ „Ludwig Feuerbach und der Ausgang
der klassischen deutschen Philosophie“.

Auch hier geht es um die Auseinandersetzung mit der deutschen Philosophie, insbesondere mit dem bürgerlichen Materialismus Feuerbachs, der eine Reaktion auf den deutschen Idealismus darstellt.

Der kommunistische Materialismus, wie Marx ihn in diesen Thesen ausformuliert, fasst im Gegensatz zum „anschauenden“ bürgerlichen Materialismus die menschliche Praxis als aktives Moment der
materiellen Wirklichkeit.  (Diese Auffassung steht übrigens auch ganz im Widerspruch zu dem verblödeten Mechanismus der „Philosophie“ der realsozialistischen Orthodoxie.)

Zur Judenfrage

Diese kleinere Marxsche Schrift behandelt nicht nur die Frage der Emanzipation der Juden, wobei Marx in Kritik an Bruno Bauer und anderen eine Emanzipation der Juden nicht über den Umweg vorsieht, dass diese erst das Christentum und die dort schon erreichte „Emanzipationsstufe“ annehmen sollten. Ebenso, und das interessiert uns hieran vor allem, enthält die Marxsche „Judenfrage“ die wohl weitreichendsten Ansätze zum Begriff und zur Kritik des bürgerlichen Staates, der selbst als historisch besondere Form bürgerlicher Gesellschaft begriffen wird.

Der Lesekreis findet im ca. monatlichen Rhythmus statt. Ein Quereinstieg ist jederzeit möglich. Für Termine und Treffpunkte bitte eine Email senden (siehe „Kontakt“).

Lesekreis „Was ist Kommunismus“ 2015 geht zu Ende

Beim letzten Treffen am vergangenen Mittwoch hatten wir die ersten drei Kapitel von Dietmar Daths „Klassenkampf im Dunkeln“ diskutiert.

Die Meinungen zum Text waren erneut durchgehend kritisch. Der Versuch Daths, den Sozialismus aus der einzigen Forderung zu begründen, dass sich niemand die Arbeitszeit eines anderen aneignen dürfte, wurde als zu kurz greifend kritisiert. Zum ersten führt sie zu der falschen Ansicht, dass der Kapitalismus schlussendlich ein persönliches Herrschafts- und (Zeit-) Diebstahlsverhältnis sei, vergisst hiermit aber die Hauptsache, nämlich das Kapital und dessen – von den Akteuren unabhängige – Akkumulationszwänge. Zum zweiten, und damit verbunden, bleibt Daths Sozialismusvorstellung schon hier offen für den historischen Realsozialismus, wo zwar die individuelle Ausbeutung abgeschafft wurde, nicht aber das Kapital (das nun staatlich verwaltet wurde). Die Arbeitenden hatten schlussendlich hier genausowenig Kontrolle über die Bedingungen ihrer Produktion und ihres Lebens.

Überhaupt bleibt Dath, und das ist ein Kernmanko seines Textes, durchgehend kritiklos gegenüber Realsozialismus („Staatssozialismus“). Dath will, zumindest in einzelnen Bereichen, die Warenproduktion fortführen. Die von ihm vorgeschlagene Berechnung individueller Arbeitszeitkonten verlangt entweder eine übergeordnete Bürokratie (die festlegt, welche Arbeit in welchem Umfang gesellschaftlich „anerkannt“ wird), oder aber man lässt diese Frage vom Markt selbst beantworten, der (nachträglich) dann „festlegt“, welche Produkte anerkannt (gekauft) werden, und welche nicht.

Weiterhin wurden folgende Punkte am Text diskutiert und kritisiert:

  • Die Behauptung Daths, das Patriarchat wäre durch Verbot der „Zeitaneignung“ und die Kontrolle durch Zeitkarten erledigt, wurde als verkürzt kritisiert. Unklar blieb uns in der Diskussion, ob „Reproduktionszeit“ (für Kindererziehung usw.) nun Arbeitszeit sein sol oder nicht (beides wäre für eine kommunistische Gesellschaft keine Lösung, weder die Subsumtion als Arbeitszeit noch die Gegenüberstellung zu dieser). Wahrscheinlich sind die unklaren Formulierungen hier Ausdruck einer Unklarheit Daths.
  • Die Notwendigkeit von Wachstum und Produktivkraftentwicklung bleibt unhinterfragt. Laut Dath war der Realsozialismus an der zu langsamen Produktivkraftentwicklung gescheitert, was dem Dathschen „Neorealsozialismus“ (wie man es bezeichnen könnte) nicht passieren soll. Offenkundig ist dieser weiterhin in strukturelle Zwänge (Weltmarkt etc.) eingebunden.
  • Daths Versuch, die Vorteile zentraler Planung mathematisch-informationstheoretisch zu beweisen wurde kritisiert. Eine solche Übertragbarkeit theoretischer Mathematik auf gesellschaftliche Angelegenheiten sei grundsätzlich nicht gegeben.

***

Damit geht der Lesekreis für dieses Semester zu Ende. Wir danken an dieser Stelle allen TeilnehmerInnen für die spannenden Diskussionen und für die eingebrachten Textvorschläge. Wir denken, dass es uns gelungen ist, tatsächlich einige Anhaltspunkte zu gewinnen, wie eine zukünftige Gesellschaft aussehen könnte, welche Probleme sie lösen müsste, und wie sie dies anstellen könnte. Zugleich zeigte sich, dass viele Versuche, sich eine utopische, kommunistische Gesellschaft auszumalen, an entscheidenden Punkten zu kurz griffen und nicht über das Bestehende hinausdachten.

Wir wünschen allen TeilnehmerInnen schöne Sommerferien. Im nächsten Semester wird es wieder neue Lesekreise geben – Ankündigungen wieder auf dieser Seite.

Nächster Lesekreis 22.7.: Dietmar Dath: Klassenkampf im Dunkeln

Beim Treffen am vergangenen Mittwoch hatten wir zuerst Abdullah Öcalans „Demokratischen Konförderalismus“ diskutiert, wobei der Konsens war, dass der Text eher ernüchternd blieb:

  • Der Text lässt leider eine begriffliche Bestimmung des Staates aus (was ist der Staat? wie funktioniert er? welchen Zwängen folgt er?). Ebensowenig findet eine Bestimmung der (zusammen mit dem Staat entstandenen) modernen Demokratie statt. Schlussendlich soll der „Demokratische Konförderalismus“ mit dem kapitalistischen Nationalstaat dann doch irgendwie vereinbar sein, und lediglich das bessere, da effizientere Verwaltungsmodell darstellen.
  • Damit einhergehend wird jede Kritik der kapitalistischen Ökonomie strikt vermieden. Statt Enteignungen, Kollektivierungen und gemeinsamer Produktion (einige der Texte von den letzten Treffen hatten derartiges ja gefordert) soll alles friedlich vonstatten gehen. Dass die eine Hälfte der Menschheit (wohl auch in Kurdistan?) der anderen einen Tribut zahlen muss, um die von ihr selbst produzierten Produktionsmittel ebenso wie den Boden der Erde benutzen zu können, wird nicht thematisiert. Öcalans Gesellschaftsvorstellung beruht schlussendlich auf einer Gemeinschaft von KleinproduzentInnen, denen Staat und Kapitalismus äußerlich sein sollen (was wahrscheinlich auch für Kurdistan nicht mehr gilt). Dass das Kapital den „Demokratischen Konförderalismus“ aber nicht nur in Form von Militärbasen und Staudammprojekten bedrängt, sondern auch eine „soft power“ hat: nämlich die, durch billigere, in Massen produzierte Waren die bäuerlichen und handwerklichen Kleinproduzenten außer Konkurrenz zu setzen und sie in Schuldner, Bettler und Taglöhner zu verwandeln — dies ist mit Öcalans Gesellschaftstheorie noch nicht einmal in Worte fassbar. Hier wird die tatsächliche ökonomische und gesellschaftliche Realität leider eher ideologisch verschleiert.
  • Dass der Staat ein „der Gesellschaft“ äußerliches Ding sei, mag der Erfahrung in Kurdistan und anderen Gebieten der globalen Peripherie vielleicht ein Stückweit entsprechen, taugt aber nicht zu einer Kritik desselben, gerade nicht in den westlichen Ländern. Diese Kritik liefert schlussendlich keine progressive neue Gesellschaft, sondern eher ein Zurück zu jener Vernetzung von KleinproduzentInnen, die sich nun frei entfalten können sollen.

Zum zweiten hatten wir den Text von Annette Schlemm diskutiert, wobei Diskussionspunkte vor allem waren:

  • Stimmt es tatsächlich, dass sich in Katastrophensituationen kollektive Basisstrukturen bilden, um die Probleme zu lösen? Sind diese tatsächlich emanzipativ? (Diskutiert wurde hier mit Bezug auf das Elbehochwasser 2002 vs. Überflutung in New Orleans 2005)
  • Angesichts der absehbaren Klimakatastrophe zeigt sich, dass die ökologische Frage nicht als Nebenwiderspruch aufgefasst werden darf, der sich mit der Abschaffung des Kapitals von selbst erledigt, sondern dass die Frage einer ökologischen Bestandsfähigkeit selbst ein Kriterium und eine Messlatte darstellt, das unbedingt an jede zukünftige Gesellschaft zu stellen ist. (Hierzu bestand Einigkeit.)
  • Eine längere (und kontroverse) Diskussion gab es bezüglich der Frage, was von Commons und den auf 3D-Druckern und anderer Technologie beruhenden Visionen einer Überwindung des Kapitalismus durch Überwindung der (konkreten) Arbeit zu halten sei.

Beim nächsten Mal lesen wir das erste Kapitel aus dem Buch von Diethmar Dath: Klassenkampf im Dunkeln. 13 sozialistische Übungen. Im ersten Kapitel legt Dath seine Vorstellung vom Sozialismus dar.

Außerdem würden wir gern beim nächsten Mal eine kleine Abschlussdiskussion machen, und bitten darum, die besprochenen Texte (z.B. anhand der Berichte hier auf dem Blog) nochmal Revue passieren zu lassen und die Frage zu stellen: was kann man jeweils daraus lernen, was taugt zum Mitnehmen, was passt nicht?

Nächster Lesekreis 15.7.: Demokratischer Konförderalismus + Schönwetterutopien im Crashtest

Beim letzten Treffen hatten wir einen Ausschnitt aus Slavoj Žižek Buch „Auf verlorenem Posten“ gelesen. Darin begründet er, dass ein Rätemodell allein nicht ausreichend sei zur Organisation der Gesellschaft, sondern es immer eine vom unmittelbaren Willen der Gesellschaftsmitglieder unabhängige, repräsentative parlamentarische Regierung und einen Staat bräuchte. Eine reine Räteorganisation der Gesellschaft dagegen verstärke die Differenzen zwischen den rätemäßig organisierten Berufsgruppe und wäre nicht in der Lage, die Komplexität der Gesellschaft zu kontrollieren. Darüber hinaus widmete sich der Text weiteren Punkten, z.B. der Neubestimmung der Diktatur des Proletariats.

Die Diskussion war sehr kontrovers und drehte sich vor allem um folgende Fragen:

  • Sind Entfremdung, Repräsentanz und demokratischer Parlamentarismus wirklich notwendig, wie Žižek behauptet?

  • Sind die Bewohner der globalen Slums und Favelas das neue „revolutionäre Subjekt“, da sie nichts zu verlieren haben und außerhalb der Gesellschaft stehen, oder sind sie tatsächlich integriert (Denkformen, Warenverkehr, Geschlechterverhältnis, Rassismus)?

  • Was ist mit Žižeks Lob des Chavez-Regimes (Venezuela): ist dies die Diktatur des Proletariats (also nach Žižek eine Regierung, die sich nicht allein auf Wahlen, sondern auf die Repräsentation der Interessen der Mittellosen stützt und sich dadurch legitimiert), oder ist es bloß ein kapitalistisches Regime, das sich durch Almosen an die ärmsten Gesellschaftsschichten an der Macht hält?

Für das nächste Mal haben wir beschlossen, etwas zum (in letzter Zeit oft zitierten) Konzept des „Demokratischen Konförderalismus“ zu lesen. Wir lesen und diskutieren daher aus Abdullah Öcalans Buch „Demokratischer Konförderalismus“ die Seiten 21-33 (PDF online hier). Da das recht kurz ist, schlagen wir zusätzlich noch den Text von Annette Schlemm, „Crashtest für Schönwetterutopien“ vor (wird noch per Email verschickt).

Beim übernächsten (und letzten) Treffen lesen wir dann einen Ausschnitt von Dietmar Daths „Klassenkampf im Dunkeln. Zehn zeitgemäße sozialistische Übungen“ (wird ebenfalls noch verschickt), außerdem wollen wir in einer kurzen Abschlussdiskussion die Texte nochmal durchgehen und auf ihre Brauchbarkeit abklopfen.