Archive for the 'Lesekreis Kapitalismus & Patriarchat 2013' Category

Lesekreis „Kapitalismus und Patriarchat“ zu Ende

Der Lesekreis ist offiziell zu Ende, da noch immer einige Seiten offen sind, setzen wir die Treffen noch eine Weile in anderem Rahmen fort.

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Lesekreis Kapitalismus & Patriachat: ab 16.05.: Das Geschlecht des Kapitalismus

Beim nächsten Treffen am 2.5. werden wir Roswitha Scholz‘ Text „Der Wert ist der Mann“ zu Ende diskutieren. Nach der grundlegenden Begriffsklärung der Wert-Abspaltung geht es in den verbleibenden Thesen vor allem um die historische Abgrenzung des modern-kapitalistischen Patriarchats von vormodernen Verhältnissen und um die Veränderung des Patriarchats innerhalb der kapitalistischen Geschichte.

Ab dem 16.05. (siehe Leseplan) werden wir dann das Buch „Das Geschlecht des Kapitalismus“ anfangen, wo es zuerst nochmal um eine (erweiterte) Begriffsbestimmung der Wert-Abspaltung geht, bevor der neue Theorieansatz in Abgrenzung von anderen feministischen Theorien – insbesondere aus dem akademischen Bereich – weiterentwickelt wird. Interessent_innen und Neueinsteiger_innen sind herzlich willkommen. Da die grundlegenden Begriffe am Anfang des Buches nochmal erläutert werden, ist das ein guter Zeitpunkt, um noch dazu zu kommen.

Lesekreis ist immer Donnerstag 18:30 im Schumann-Bau der TU Dresden, Raum SCH/A107 (Haupteingang – 5 m geradeaus – kleine Seitentreppe rechts eine Treppenflucht hoch – durch Glastür – nach rechts Gang ganz hinter – Raum auf der rechten Seite).

Ankündigung Lesekreis Kapitalismus & Patriarchat

Kapitalismus und patriarchales Geschlechterverhältnis sind untrennbar verbunden. Unterdrückung, Ausgrenzung und Minderbewertung von Frauen sind keine Überbleibsel der Vormoderne, sondern Ausdruck einer spezifisch modernen Geschlechterordnung. Es ist die kapitalistische Warenform selbst, welche ebenso wie Aufklärung, bürgerliche Freiheit und abstrakte Rationalität ohne die Abspaltung und Minderbewertung eines Weiblichen nicht denkbar ist und diese Abspaltung zur stummen Voraussetzung hat. Frauen wird in der kapitalistischen Moderne dabei nicht nur die häusliche Reproduktion zugewiesen, sondern sie werden ebenso zur Projektionsfläche von Eigenschaften wie Emotionalität, Liebesfähigkeit und Verstandesschwäche.

Dieser „Wert-Abspaltungs-Theorie“, wie sie von der deutschen Feministin Roswitha Scholz entwickelt wurde, wollen wir uns anhand ihres bekanntesten Werks „Das Geschlecht des Kapitalismus“ (erschienen 2000) in gemeinsamer Diskussion nähern. Wie sich zeigen wird, impliziert die Kritik des Abspaltungsverhältnisses nicht nur eine Kritik bisheriger feministischer und kapitalismuskritischer Theorien, sondern eine radikale Neuorientierung kritischer Theoriebildung überhaupt, will diese nicht dem androzentrisch-universalistischen Muster der Aufklärung verhaftet bleiben.

Die Veranstaltung ist selbstverständlich offen für alle StudentInnen ebenso wie Nicht-StudentInnen.

Donnerstags ab dem 18. April 201 3, 7. Doppelstunde (18:30-20:00), TU Dresden, Schuhmann-Bau SCH/A107

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Leseplan als PDF: Leseplan_Stand 2013-04-14