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Nächster Lesekreis Psychoanalyse: 18.1., Kapitel 15+16+17

Wir hatten heute die Kapitel 13+14 diskutiert, Fragen drehten sich um den Begriff des Unbewussten und die Frage, inwieweit hier nur Kindheitswünsche drin vorkommen oder spätere Veränderungen stattfinden.

Nächsten Mittwoch werden wir die Kapitel 15+16+17 diskutieren: das letzte zum Traum (15), dann den Einstieg in die Neurosen, die ja das eigentliche Kernfeld der Psychoanalyse sind, an dessen Bearbeitung sie entstanden ist.

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Nächster Lesekreis Psychoanalyse: 11.01., Vorlesungen 13+14+15

Beim letzten Treffen wurden die Vorlesungen 10, 11 und 12 besprochen. Diskussionen drehten sich bei der 10. Vorlesung um einen Zusammenhang von gesellschaftlichen Verhältnissen und Individualpsyche,
also inwiefern sich erstere in der Traumsymbolik finden lässt und auch die Frage nach gewissen überkulturellen, vielleicht anthropologischen Konstanten, denen Freud auf der Spur war.
Das 11. Kapitel rezipierten wir nicht in großem Maße.

Aus der 12. Vorlesung wurden ausgewählte Traumbeispiele besprochen. Wichtig schien uns dabei der Hinweis Freuds zu sein, die freie Assoziation nicht leichtfertig beiseite zu wischen und durch die Symbolbedeutung zu ersetzen, was nämlich ein „schändlicher Irrtum sei, wie es sich auch am darauf folgenden Beispiel (2.) zeigte.

Aufgrund der geringen Teilnahme beim letzten Mal und der einhellig genannten Wichtigkeit der 13. Vorlesung haben wir beschlossen diese beim nächsten Treffen als erste und in Breite zu diskutieren.
Daneben besprechen wir auch noch die letzten beiden Kapitel (14+15) im zweiten Abschnitt und können uns dann bei den darauffolgenden Treffen dem Studium der Neurosen zuwenden.

Nächster Lesekreis Psychoanalyse am 4.1.2017, Kapitel 10+11+12+13

Beim heutigen Treffen hatten wir die Kapitel 7+8+9 diskutiert, hier eine kurze Zusammenfassung:

Im Kapitel 7 („Manifester Trauminhalt und latente Traumgedanken“) führte Freud erstmals die „Nomenklatur“ bewusst/unbewusst ein, ferner die Differenzierung zwischen „manifestem Trauminhalt“ (was geträumt wird) und „latenten Traumgedanken“, die hinter dem Traum stehen, sein „Sinn“ sind und erst durch Analyse geklärt werden müssen. Im Traum werden die latenten Traumgedanken, der eigentliche Inhalt des Traums, umgearbeitet zum manifesten Trauminhalt, in dem die latenten Traumgedanken nur verzerrt, zusammengezogen, als Anspielung oder auch gar nicht vorkommen. Ein zentrales Thema in diesem Kapitel ist der Begriff des Widerstands, der sich darin zeigt, dass der Träumer/die Träumerin einwendet, dass seine/ihre geäußerten Gedanken „mit der Sache gar nichts zu tun haben“ und sich der sich der Deutung des Traumes widersetzt:

Man versteht, die Arbeit der Traumdeutung vollzieht sich gegen einen Widerstand, der ihr entgegengesetzt wird und dessen Äußerungen jene kritischen Einwendungen sind. Dieser Widerstand ist unabhängig von der theoretischen Überzeugung des Träumers. Ja, man lernt noch mehr. Man macht die Erfahrung, daß eine solche kritische Einwendung niemals recht behält. Im Gegenteile, die Einfälle, die man so unterdrücken möchte, erweisen sich ausnahmslos als die wichtigsten, für das Auffinden des Unbewußten entscheidenden. Es ist geradezu eine Auszeichnung, wenn ein Einfall von einer solchen Einwendung begleitet wird.

In Kapitel 8 („Kinderträume“) zeigt Freud, dass die Träume von Kindern (bis ca. 7 Jahre) im Gegensatz zu den Träumen Jugendlicher und Erwachsener ohne Verzerrung des Inhalts direkte „Wunscherfüllungen“ darstellen. Das Kind träumt, dass sein vom Vortag übrig gebliebener Wunsch in Erfüllung gehen würde. Freud zeigt, dass der Traum, ähnlich wie die Fehlleistung, eine Kompromissbildung zwischen einer störenden und einer gestörten Tendenz sind: die gestörte Tendenz ist der Wunsch nach Schlaf, die störende Tendenz die seelische Beschäftigung mit dem nichterfüllten Wunsch. Der Traum ist der Kompromiss: der Schlaf kann fortgesetzt werden, der Wunsch geht im Traum in Erfüllung. Die Träume Erwachsener unterscheiden sich darin von denen der Kinder, dass hier die Wünsche nicht mehr direkt in Erfüllung gehen, z.T. gar nicht oder nur verzerrt vorkommen, wie Freud anhand einiger Beispiele darlegt.

Kapitel 9 („Die Traumzensur“) widmet sich dann der Frage nach dem Inhalt der Traumarbeit: was genau geschieht in der Umarbeitung der latenten Traumgedanken zum manifesten Trauminhalt? — Eine solche Umarbeitung ist die Traumzensur: diese „beseitigt“ alle anstößigen Inhalte und lässt Leerstellen im Traum (wi in dem sehr anschaulichen Beispieltraum am Eingang des Kapitels) oder ersetzt die anstößigen Inhalte — z.B. gesellschaftlich nicht akzeptierte sexuelle Wünsche — durch andere.

Und so geht es weiter:

  • Wir haben uns geeinigt, dass nächsten Mittwoch kein Treffen stattfindet.
  • Das nächste Treffen ist dann am Mittwoch, 4. Januar, wieder 18:30 im Schumann-Bau 216b
  • Wir haben uns etwas mehr zum Lesen bis dahin vorgenommen, nämlich Kapitel 10+11+12+13 (ca. 60 Seiten).

Nächster Lesekreis Psychoanalyse: 14.12., Kapitel 7+8+9

Beim heutigen Treffen haben wir Kapitel 5+6 kurz zusammengefasst und diskutiert; die Diskussion drehte sich dabei recht kontrovers um die Frage der Determiniertheit seelischer Vorgänge und nochmal um die Frage der Wissenschaftlichkeit/Methodik der Psychoanalyse.

Nächstes Mal treffen wir uns nächsten Mittwoch, am 14.12., dann soll es um die nächsten drei Kapitel der Traumdeutung gehen:

  • 7: Manifester Trauminhalt und latente Traumgedanken
  • 8: Kinderträume
  • 9: Die Traumzensur

Wir steigen damit immer weiter in die Theorie der Psychoanalyse ein. Die drei Kapitel sind ca. 30 Seiten.

Nächster Lesekreis Psychoanalyse: 7.12., Vorlesungen 5 und 6.

Beim letzten Treffen wurden die Kapitel 3 und 4 diskutiert; die Diskussion drehte sich vor allem um die Frage der Determiniertheit seelischer Prozesse, von der Freud ausgeht, und die Frage nach der Wissenschaftlichkeit der Methode der Analyse.

Beim nächsten Treffen, Mittwoch, 7.12. 19:00 Uhr, geht es los mit der Traumdeutung — bekanntlich eines der Kernthemen der Psychoanalyse, und eines der Themen, die auch für die persönliche Reflexion ganz interessant sein können. Wir werden dann die Vorlesungen 5 und 6 diskutieren.

Wer noch neu einsteigen will, hat hier noch gute Gelegenheit, Termin, Ort und Datum stehen schon weiter unten.

Nächster Termin Lesekreis Psychoanalyse: Mittwoch, 30.11.

Beim letzten Mal hatten wir die Vorlesungen 1+2 (Einleitung + „Die Fehlleistungen“) diskutiert. Längere Diskussionen drehten sich u.a. um den Wissenschaftsbegriff, die Frage der Methode der Psychoanalyse und was das Bewusstsein/Unbewusste denn sei.

Beim nächsten Treffen werden wir die nächsten beiden Vorlesungen besprechen:

  • Vorlesung 3: Die Fehlleistungen (Fortsetzung)
  • Vorlesung 4: Die Fehlleistungen (Schluss)

 

Wer noch Interesse hat, kann zu diesem Zeitpunkt noch neu einsteigen, die bisher gelesenen Vorlesungen waren vor allem Hinführung auf die Sache.

Nächster Lesekreis Psychoanalyse am 23.11.

Beim ersten Lesekreis gab es eine kurze Einführung zur Bedeutung der Psychoanalyse, insbesondere für das Verständnis des Antisemitismus; der Frage nach dem Verhältnis von Freud und (der scheinbar bei ihm fehlenden) Gesellschaftskritik; und zur feministischen Kritik an Freud, die selbst aber die Psychoanalyse nicht verwirft, sondern ihn gewissermaßen selbst psychoanalytisch kritisiert. Anschließend gab es eine kurze Diskussion. Die im Einführungsvortrag vorgelesenen Zitate gibt es  hier.

So geht es weiter:

Achtung, diesen Mittwoch (16.11.) ist Feiertag, der nächste Lesekreis ist daher am 23.11.

Wir werden die ersten beiden Vorlesungen diskutieren:

  1. „Einleitung“
  2. „Die Fehlleistungen“

Als Textausgabe bieten sich zwei Bücher an, entweder die gebundene Ausgabe inkl. der „Neuen Folge der Vorlesungen“ (blauer Einband, 6,95 Euro), oder die Taschenbuchausgabe (10,00 Euro). Wir empfehlen die Bestellung über den Dresdner linken Buchladen König Kurt.

Alternativ sind die Texte der „Vorlesungen“ auch im Internet zugänglich, hier bzw. Google.